Ein Märchen wird wahr: Feudenheim bekommt ein Brunnenfest!
Sechs Kindergärten tanzten und sangen am alten Rathausplatz
 

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Brunnenfest, im Bild Kindergärten Pusteblume, St. Peter & Paul, Arche Noah (v. li.)  
 
Alle Fotos Grabenkamp  
 

(gra) Liebe Kinder und liebe Große, jetzt erzählen wir mal, wie ein Märchen zur Wirklichkeit wird: Das passierte jetzt mitten im schönen Monat Mai am alten Feudenheimer Rathaus, und das Märchen wurde nicht von einer alten Märchentante erzählt, sondern von ganz vielen lustigen kleinen Kindergartenkindern wahr gemacht. Sie legten nämlich den Grundstein für ein "Feudenheimer Brunnenfest", das Tradition werden soll, angeregt von Bezirksbeirätin Elisabeth Weiss, einfach märchenhaft! Also, die Kinder wanderten in einem Sternmarsch von den sechs Feudenheimer Kindergärten los zum Rathausplatz. Dort zeigten sie, was sie einstudiert und gebastelt hatten für das erste Feudenheimer Brunnenfest, das ja extra für Kinder (und ihre Freunde) stattfand und vielleicht jedes Jahr im Mai wiederholt werden soll. Ihre Erzieherinnen sprachen sich ab, was sie aufführen wollten, und so gab es eine prima Mischung von Tanz, Akrobatik und Gesang. Den weitesten Weg hatten über zwanzig Kinder vom Aubuckel-Kindergarten. Einstudiert vom Team um Sabine Wagner tanzten sie zum Menuett von Mozarts "Don Giovanni". Herrlich ihre Spitzenjabots und Larven vor den Augen, wie zum Rokokofest! Vom Team der "Rappelkiste" kam Henrike Joost mit zehn Kindern. Die Kinder rappten lustig mit selbstgemachten Rasseln aus Kronenkorken, die sie durchbohrt und auf einen Draht gezogen hatten bei ihrer Müllverwertungsaktion und alle Leute klatschten Beifall. Das taten sie überhaupt bei allen Vorführungen. Da kamen viele Kinder vom Epiphanias-Kindergarten (Teamleitung Karin Erenski) und sangen und tanzten "Der Kuckuck und der Esel". Sehr hübsch die selbstgemachten Kostüme. Genau so schön die vielen Kinder vom Johannes-Kindergarten 'Pusteblume' mit ihrem Blumentanz, einstudiert von Anke Sobotta und ihrem Team. Und die Erzieherinnen vom Kindergarten St. Peter und Paul führten mit ihren Kindern die Vogelhochzeit auf. Da konnten natürlich eine Menge Leute in schönen Kostümen mitmachen, und die Zuschauer waren ganz platt, was so kleine Kinder schon können, die ja erst in die Schule kommen. Davon überzeugte auch die Gymnastikgruppe von der "Arche Noah" mit Purzelbaum und Überschlag, einstudiert von Sabine Wieser und ihren Helferinnen. Die passten natürlich auf, dass alle kleinen Turner heil über die Matte kamen. Aufpassen tat sogar die Polizei mit Postenleiter Bernd Gutgesell, und zur Begrüßung all der kleinen Leute sprachen Elisabeth Weiss und Bezirksbürgerdienstleiterin Patrizia Munterde. Und es gab sogar Grüße vom Mannheimer Oberbürgermeister und dem Gemeinderat, gesprochen von Bürgermeisterin Mechthild Fürst-Diery. Dr. Achim Ding vertrat die Bürgergemeinschaft Feudenheim und den Bund der Selbständigen Doris Kirsch. Auch die Pfarrer Winter, Schärr und Oestreicher und Kirchenälteste strahlten mit den Kindern um die Wette. Die Sonne selbst schien zuerst ein bisschen neidisch zu sein auf all den irdischen Glanz auf dem Rathausplatz und zog sich ein paar Gewitterwolken vors Gesicht. Aber die Bas Kathrine und der Vetter Schorsch an ihrem Lallehaag ließen sich nicht verblüffen und verzogen eisern keine Miene. Da huschten die Wolken schnell weg, all die Kinder wurden nicht nass - und dann flogen die Vögel von der Vogelhochzeit übers Rathaus, und damit ist unsere Geschichte aus. - Jetzt müsst Ihr aber noch all die schönen Bilder angucken! Elisabeth Weiss schenkte all den kleinen Künstlern einen Schokoladen-Maikäfer. Den fotografierten wir auf den Händchen von Pauline und Josephine und schicken das Bild mit dem Gedicht "S' Kinnerhändsche" (von Hans Glückstein) ins www.feudenheim-net.de (Am Ende dieses Bilderbogens).

Lydia Grabenkamp