'Soul Messias' - einzigartige Aufführung des 'Celebration Gospel Choirs'
 
Mitreißende Premiere in der Christ-König Kirche
 
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Fotos Jakobi
 
(obi) Standing Ovations, begeisterter Applaus und Zugaberufe, eine strahlende Anne Westrich und dazu noch ein Chor, der an diesem Abend über sich selbst hinausgewachsen war, das stand am Ende einer absolut gelungenen Premiere. Der Wallstadter "Celebration Gospel Choir" hatte sich mit dem "Soul Messias" zum 100jährigen Jubiläum des GV Sängerkreises wohl das schönste und auch gleichzeitig schwierigste Geschenk gemacht. Der "Messias" von Georg Friedrich Händel (1685 - 1759) ist die Grundlage des im afro-amerikanischen Stil aufgeführten "Soul Messias". Es scheint, als ob diese moderne Interpretation des Händel-Oratoriums eigens für den "Celebration Gospel Choir" geschaffen wurde. Die Begeisterung, mit der sich der Chor in der Christ-König-Kirche präsentierte, ist nicht zuletzt das Verdienst von Anne Westrich. Denn sie hat hier ihr ganzes Herzblut investiert und die Sängerinnen und Sänger zu dieser Höchstleitung motiviert. Arrangiert hatte Joe Völker den "Händels Messiah - A Soulfull Celebration" mit der Unterstützung von Anne Westrich, Hans Georg Wilhelm, John Higgins und David Leeding. Grandios die Solisten des Abends, denn sie konnten aus dem Vollen schöpfen. Es gab Rapp, Soul, Jazz und Gospel-Elemente die von Eva Best, Laura Bollack, Günter Feil, Anne Kern, Bianca Maier, Claudia Maier, Manfred Maier, Simone Stöckler und Sascha Ullrich interpretiert wurden. Getreu der Vorlage von Händel begann das Werk mit der Sinfony im imitatorischen Stil des Barocks. Streicher und Oboe im Original wurden vom dreistimmigen Gesang der Vokalisten, Gudrun Maier-Pfenning, Elisabeth Kraft-Dallinger, Eva Best, Claudia Kruhl, Laura Bollack, Thomas Eulitz und Thomas Müller übernommen. Bevor Claudia Maier über Georg Friedrich Händel und die Entstehung dieses Werkes einiges erzählte, erklang "Ouverture II: A partial history black music". Und da hatte man das Gefühl, man würde nicht nur auf eine musikalische Reise durch die verschiedensten Stilrichtungen der "black music" mitgenommen. Wenn man die Augen schloss, hatte man wirklich das Gefühl, man könnte auf dem schwarzen Kontinent für wenige Augenblicke verweilen. Dass Claudia Maier, Eva Best, Manfred Maier, Sascha Ullrich zu den hervorragenden und mitreißenden Solisten des Chores gehören, ist den eifrigen Besuchern der "Celebration Gospel Choir"-Konzerte nicht neu. Überraschend aber war Bianca Maier mit einer Rapp-Einlage, die auf einiges hoffen lässt. Ein musikalischer Knaller war Simona Stöckler, ob nun im Duett mit Sascha Ullrich oder dem Männersextett: Manfred Maier, Thomas Müller, Thomas Eulitz, Raimo Bollack, Stephan Wolter, Sascha Ullrich. Stöckler scheint sich in die Musik hinein zu versetzten. Nicht zu vergessen die Solisten Laura Bollack und Günter Feil, sie ergänzten die Solisten-Riege aufs Beste. Und was wäre ein solch großartiges Konzert, wenn nicht auch die musikalische Begleitung, dank Joe Völker und der "Celebration Band", absolut stimmig erklänge. Inspiriert vom Tatendrang Anne Westrichs, 10 Jahre hat es immerhin gedauert bis sie sich diesen musikalischen Traum erfüllen konnte, brachte sich Joe Völker mit seinen einzigartigen Arrangements und den Chorsätzen ein. Und das berühmte "i" Tüpfelchen waren dann wirklich die Musiker, Chris Gavazzoni, einzigartig am Schlagzeug, Michael Germer, Schlagzeug, Peter Klein, Saxophone und Flöte, Rainer Tatsch, Bass und Joe Völker, Klavier. Eine unvergessliche Premiere, ein Konzert, das sie bei den weiteren Aufführungen mit erleben können:
Samstag, 13.01.2007 um 19.00 Uhr, Johannes-Calvin Kirche, Mannheim-Friedrichsfeld, Wallonenstraße, und
Sonntag, 04.02.2007, 17.00 Uhr, St. Hildegard, Viernheim