Froh krabbeln eh' der Winter kommt!
Epiphanias-Krabbelgruppe nutzte schönes Herbstwetter
 
   
Krabbelgruppe von "Epiphanias"  
       Foto Grabenkamp  
 
(gra) Es gibt also doch noch viele kleine Kinder in Feudenheim! Spaziergänger rieben sich die Augen, als sie an einem sonnigen Herbstmorgen einen ganzen Pulk von pampersbewehrten Winzlingen im Sandkasten an der Andreas-Hoferstraße beim Kuchenbacken und auf den Schaukeln sahen, hingebungsvoll betreut von jungen Müttern. "Diesen herrlichen Spätsommertag nutzt unsere Krabbelgruppe zum Spielen im Freien" sagt Wiebke Binder-Pages, die ehrenamtliche Betreuerin einer von fünf Krabbelgruppen der Epiphanias-Pfarrei. "Darum sind wir heute hier auf den Kinderspielplatz nahe von Epiphanias mit unseren Krabbelkindern gegangen. Im Allgemeinen treffen wir uns stets mittwochs in dem Raum für Krabbelgruppen, der im Gemeindehaus von Epiphanias an verschiedenen Wochentagen für fünf Krabbelgruppen (Kinder im Vor-Kindergartenalter) bereitsteht", sagt die engagierte junge Mutter, die mit einer Gruppe von sechs Babys und ihren Müttern etwas sehr Wichtiges für die Heranbildung unseres Nachwuchses tut. Die Kleinsten entwickeln in fröhlicher Runde durchaus schon ein Gemeinschaftsgefühl. Zum Eingang ihres Treffens begrüßen sie sich nach der Melodie von "Bruder Jakob" und nennen jedes Kind beim Namen: "Guten Tag Finja, Luca, Jule, Florian, Fabio" - und auch Hanna weiß schon, dass sie gemeint ist. Mit den Händchen wedeln sie freudig "Wie das Fähnchen auf dem Turme" und singen alte und neue Kinderlieder, kräftig unterstützt von den Muttis. Auch ihr Geburtstag wird gefeiert und gesungen: "Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst". Das kann man wirklich unterstreichen, man würde die Kinder vermissen, vermisst sie schon, und man betrachtet mit Rührung die winzigkleinen Schuhchen, die die Sandkuchenbäcker ausgezogen haben und mit nackten Füßchen im Sandkasten herumpaddeln. So ganz trittfest ist man natürlich nicht, wenn man noch keine zwei Jahre alt ist und macht schon mal einen dicken Plumpser, aber gutgepolstert und im Sand tut der nicht weh! Um halb zwölf ist die kleine Gesellschaft müde, hungrig und durstig und winkt uns zu. Wir singen mit: "Alle Leut', alle Leut', geh'n jetzt nach Haus".
Lydia Grabenkamp