Närrisches Frischfleisch im 54. Feidemer Fasnachtszug!
20.000 beschwingte Gäste und Narren "unner ääm Hut" feierten im Dörfel
 

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  Bestgelaunte Narren - hier vom BDS - auf dem Feudenheimer Fasnachtszug  
 
Fotos Hans-Jürgen Hiemenz / Ulli Ziegler  
 

(gra) "Wer kennt die Narren, nennt die Namen, die alle hier zu Gaste kamen"! PHK Bernd Gutgesell und seine Helfer zählten ungefähr 20.000 närrisch kostümierte Gäste beim 54. Feidemer Fasnachtszug. Traditionsgemäß lief der am Rathaus vorbei, wo Lallehaag-Senatspräsident Klaus-Peter Becker vom Trauzimmer aus gutgelaunt 55 Zugnummern ankündigte, die den Marsch durch das Feidemer Dörfel antraten. Ehrensache bei den Feudenheimer Vereinen, hier mitzumachen. Der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, Karl-Heinz Steiner und sein Vize Dr. Achim Ding leisteten erfolgreiche (Schwer)-Arbeit bei der Organisation, und so gab es keine Pannen. Die suchte und fand man eher beim jüngsten landesweiten Gammelfleischskandal und kommentierte diesen wahrlich "zähneknirschend". Die Teutonen bezeichneten sich selbst als "Frischfleisch", beklagten aber auf ihrem ideenreich mit Kuh und Kalb gestalteten Wagen: "Ist der Rentner nicht mehr reich, ernährt er sich von Gammelfleisch". Auch die Freiwillige Feuerwehr löschte ihren Ärger, gekleidet in Kuh- und Schweinskostüme mit umdatierten Haltbarkeits-Etiketten und dem Spruch: "Vogelgripp un Schweinepest, s´Gammelfleesch gibt uns de Rest!". Die Vogelgrippe ließ entsprechend Federn: Ex-Kommandant Nobi Dreher und Feuerwehrfrau Petra Tschibulka wurden als irre Hühner im Käfig gezogen. Da konnten die Goggelrobber nur gegenimpfen mit Eierlikör und reimten: " Unsere Sippe kriegt keine Vogelgrippe". Positiv kommentierten Motivwagen und Fußgruppen jedoch die Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft. Einfallsreich, farbenfroh und lustig waren sie alle! Die Narrebloos stellte gleich mehrere Gruppen: Die hübschen Damen von den Jazz-Dancers zeigten sich als Knochengerippe, Kinnerschääs schiebend; der Narrebloos-Elferrat trat angeführt von Gerhard Hitter an; Baas Kathrine und Vetter Schorsch (Vors.Frank/Banschbach) nebst wandelnden Lattenzäunen erinnerten ans "Alde Feidene", ebenso wie Renate Selke (GV Dt- Einheit) als Kerweschlumbel - da fehlten auch die Kerweborscht nicht als Anführer des närrischen Zuges. All die hübschen und fröhlichen Kostüme und die lebensfrohen Menschen kann man in unserem Bilderbogen bewundern! Wie Feudenheim sich bei allem fit hält, sah man an den tollen Wagen und Fußgruppen von ASV, TSV Badenia, MHC, Gowe, Lallehaag, Aulanern, GV "Frohsinn", "MGV Teutonia", Narrebloos, Jugendbund Steuben, Johannesgemeinde, KJG Feudenheim und Wallstadt, Kinderhort Feudenheim, Freunde der Feudenheimer Stadtbücherei, KG Insulanern und FF Ilvesheim, KV Deidesheim, Oldtimer Omnibus 1956 von Gaststätte "Zur Kurpfalz" Käfertal und von dort auch ASB und Firestore; es kamen "Schlappmäuler", "Ladeberger Ratze", BdS Feudenheim, "Waldfee" und "Wasserbetten", Dampflokomobile von Giuliano, Reiterverein Vogelstang mit drei schönen Rössern und Fußtrupp - und sogar eine Feudenheimer CDU-Fußgruppe, die echten Humor bewies. Musik machten der 1. Feudenheimer Spielmannszug und der Friedrichsfelder Musikzug. Zugmoderator Klaus-Peter Becker sprach am Rathaus den Freunden der Narrebloos seinen Dank dafür aus, dass sie durch ihre Sponsorenschaft die Mitwirkung des Friedrichsfelder Musikzuges ermöglichten. Zur Straßenfasnacht rief die Musik in die Ziethenstraße, gesponsert von Gerhard Leibensperger, und die Lautsprecheranlage am Rathaus vermittelte Matthias Heiden von der Volksbank Rhein-Neckar. Ausklang der Kurpfälzer Fasnacht war dann das Heringsessen mit "Beidelwäsch" am Aschermittwoch, garantiert kein "Gammelfleesch"!

Lydia Grabenkamp