stimme + saite in concert:
GV "Deutsche Einheit" und Mandolinenorchester glänzten in Johannes
 
 
 
                          Sopranistin Heidrun Harbich
 
Fotos Grabenkamp
 
(gra) Ein brillantes Konzert, einen reizvollen Spaziergang durch die Musikjahrhunderte, von J.S. Bach über Stamitz, Mozart und Schubert bis zur Jazz-Motette vom Kantor der Christuskirche, J. M. Michel (1999), ein Hineinlauschen in die Musik des viel zu selten gehörten Mandolinen-Orchesters 1921 Ludwigshafen. e.V., ein freudiges Zusammentreffen mit den Mitgliedern des GV "Deutsche Einheit" - das erlebten zahlreiche Feudenheimer an einem goldenen Spätherbstnachmittag. Die Johanneskirsche war bis auf den letzten Platz besetzt, als die von Roland Harbich einstudierten Musikanten so verschiedenen Genres auftraten mit den Solisten Heidrun Harbich (Sopran), Caroline Hernández (Querflöte), Sandra Labsch (Klavier) und dem kenntnisreichen Moderator Thomas Ackermann. Der GV "Deutsche Einheit" präsentierte sich mit seinem Gemischten Chor und mit seinem Vocal-Ensemble. Das Konzert wirkte wie aus einem Guss, obgleich seine Bandbreite von Gospels in Englisch bis zu geistlichen Liedern in deutscher und lateinischer Sprache reichte und mit der Messe in G-Dur von Herbert Brendt (1988) gekrönt wurde. Der Bravourleistung der Chöre und des Orchesters gingen viele kräftezehrende Proben voraus, in denen sich insbesondere die zahlreichen zur "Deutschen Einheit" gehörenden Seniorinnen und Senioren bewährten. Ihre Freude an der Musik und ihre unermüdliche Bereitschaft, sich zu vervollkommnen, kann nicht genug gelobt und mit Dank betrachtet werden, ebenso wie die jahrzehntelange geduldige Probenarbeit der Instrumentalmusiker, alle sind Amateure. - Das Vocal-Ensemble begann mit einer Jazz-Motette und brachte im zweiten Teil des Programms berühmte Gospels, die wahrlich unter die Haut gingen; der gemischte Chor intonierte sehr kultiviert vier Lieder aus Schuberts Deutscher Messe und die Messe in G-Dur; Heidrun Harbich sang mit glockenreinem Sopran Mozarts "Ave Verum", und Caroline Hernández begeisterte mit dem innigen Klag ihrer silbernen Querflöte, beide begleitet vom Mandolinenorchester. Renate Selke (Vors. Dt. Einheit) war sehr glücklich über das gelungene (und von den Themen her sehr ungewöhnliche, aber fabelhafte) Konzert. Sie bedankte sich am Schluss eines eindrucksvollen Musikereignisses herzlich bei allen Mitwirkenden, dem kräftig applaudierenden Publikum und zahlreichen Ehrengästen.
Lydia Grabenkamp