Großes Schaulaufen bei der Feudenheimer Kerwe!
35.000 Besucher vergnügten sich beim Schmausen, Gucken und Kaufen!
 
 
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                                                  Kerwe in Feudenheim
 
Foto: Grabenkamp
 
(gra). Gewiss, die "Kerwe" ist etwas anders, als vor hundert Jahren. Damals begann sie als kirchliches Fest. Aber nach dem Gottesdienst folgte das große Schmausen, auf das man schon lange gespart hatte. Riesenbleche mit Kwetsche- und Appelkuche hatten die fleißigen Hausfrauen beim Bäcker backen lassen. Verwandte besuchten sich gegenseitig und kamen sogar aus dem "fernen" Wallstadt. Da wurden menschliches Miteinander gefestigt und auch manche zarten Bande geknüpft. Und heute? Heute ist es gar nicht so viel anders, wenn man seinen Augen und Ohren trauen darf. Ein ökumenischer Gottesdienst in St. Peter und Paul stimmte die Seelen feierlich. Bei der Kerwe auf der Feudenheimer Hauptstrasse gab es ein großes "Hallo" und "Schaulaufen", nicht nur von Kerwebürgermeister Hans-Georg Schubert und seinen Kerweborscht, als sie im Sternmarsch mit Musik und Tanzgruppen die "Schlumbel" durch den Ort zum Rathaus führten, wo sie für die Tage der Kerwe aufgehängt wurde. Alte Freunde riefen erfreut "Lange nicht gesehen!" Junge Erdenbürger wurden im Tragetuch und im Kinderwagen bei schönstem Sonnenschein durch die "Einkaufsmeile" getragen und allseits bewundert, wie auch die heranwachsenden "Zwerge". Die bekamen Luftballons und Zuckerwatte und fuhren mit dem Karussell oder der Bimmelbahn; Rollstuhlfahrer genossen den schönen Tag und fühlten sich prächtig unterhalten. Alle möglichen Musikbands, Tanz-, Gesangs- und Showgruppen traten auf. Flohmarkthändler hatten zum Teil ein recht solides Angebot und machten die ganze Schau farbig. Hundchen tippelten brav an der Leine sogar im Sternmarsch mit dem "Verein Deutsche Schäferhunde". Und ganze Kilometer Bratwürschte wurden gebrutzelt, Schnitzel gebraten und Sauerkraut gekocht. Natürlich fehlten Saumagen und Leberknödel nicht, von Wein und Bier zu schweigen. Zwischen all dem guten Essen freuten sich die Leute am tollen Angebot mit Leistungsschau der Feudenheimer Geschäftsleute und Dienstleister und befolgten die Ermahnung von Finanzbürgermeister Christian Specht, der beim Fassbieranstich zur Treue zu den Feudenheimer Geschäften aufrief. Der extra gegründete Feudenheimer Kerweverein hatte mit Vorsitzender Doris Kirsch für das größte Mannheimer Vorortfest unglaubliche Organisationsarbeit geleistet, die Feuerwehr und die Polizei hatten wieder einmal für Ordnung gesorgt, und so sahen wir Doris Kirsch und Markus Apppel und seine Mannen am Sonntag gegen Abend sehr ermüdet, ebenso die vielen Helfer in den Straußwirtschaften der Vereine. Wohlig ermüdet waren auch die meisten Kerwebesucher. Sehr viele "Couchpotatoes" hatten ihr Sofa und ihren Fernseher verlassen und mal so richtig die Beine geschwungen, sogar mit der lieben Familie zusammen. Und hatten etwas ganz Tolles und sehr Wichtiges entdeckt: "Leit, kummt nach Feidene! Da is heit unn morge Kerwe! Alla! Auf geht's!" (Mehr noch als unser Text zeigt unser Kerwe-Bilderbogen!)

Lydia Grabenkamp