Ritterliches Spektakel beim Lallehaag
 

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              Als Protokoller ist Klaus-Peter Becker einfach unschlagbar  
 
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Die erlauchten Burgfräulein, die Ritter, Knappen, Musketiere und Herolde fühlen sich in der heimischen Burg "Lallehaag" wohl bestens wie zuhause. Hatten sie doch alle vernommen, dass hier in der "Fasnachtshochburg" des Humors und des Frohsinns ein vortrefflich gutes Programm gezeigt werden soll. Die Herolde hatte die Nachricht verbreitet, und nicht nur die erlauchten Mitglieder, Ehrenmitglieder und Hungerleiderordensträger waren angereist, um sich hier selbst zu überzeugen, welch vortreffliches Fest man mit den Feudenheimer Fasnachtern feiern konnte. Und getreu dem Motto "Ritterzeit nach Lieblichkeit" hatte man sich etwas besonderes einfallen lassen, ganz im Zeichen der Ritterzeit, des Minnesanges und der guten Laune. Burgherr Hans-Georg Schubert oblag es, die Begrüßung des Hohen Närrischen Hauses zu übernehmen, und bevor er noch sagen konnte: "lasset uns beginnen" durfte er von der KKM Mannheim Präsident Georg Wolf begrüßen. Auch die ehemalige Stadtprinzessin und Lieblichkeit des Lallehaags, Tina II., war ebenso wie Stadträtin Helen Heberer und Bezirksbürgerdienstleiterin Patricia Munterde und die Vertreter der befreundeten Feudenheimer Verein in der "Guten Stube" herzlich willkommen. Präsident Hans-Georg Schubert konnte gleich so richtig ins Programm einsteigen, denn der 1. Feudenheimer Spielmannszug zog musikalisch gleich alle Register und erfreute nicht nur mit seinem ritterlichen Outfit, die "Mannen" um Marc Bassauer waren nach dem musikalischen Intermezzo sogleich zum Thekendienst bereit. Und das war auch gut so, denn schon der erste Büttenredner begehrte Einlass. Protokoller Klaus-Peter Becker eröffnete traditionsgemäß mit seinem Bericht des vergangen Jahres, und mit seinen spitzfindigen Seitenhieben geizte er auch in diesem Jahr nicht "Wo ist denn der Plan B"? fragte er bei der EU-Verfassung nach und erkundete die Logik der "Reform der Reform, der Rechtschreibreform". Becker präsentierte sich seinem Publikum in Bestform und bekam auch den verdienten Lohn. Begeisterten Beifall vom Publikum. Mit dem Beifall geizte das hohe närrische Haus an diesem Abend zudem überhaupt nicht und auch nicht mit dem Lachen. Und so gings schnell weiter und Sprücheklopfer Wolfgang Henninger, Harry Borgner - der Mann mit den Tausend Stimmen - , Landarzt Klaus Freier oder Herzensbrecher Klaus Schäfer waren allemal gut drauf. Besonders gut drauf auch "Gregor", der kleine Partner von Andreas Knecht; die Show der beiden war an diesem Abend einfach nur "tierisch gut". Eine tolle Leistung zeigten auch die Garden und die Tanzmariechen; sie trainieren das ganze Jahr, und so zeigte sich der kleine "Wirbelwind" Jugend-Tanzmariechen Viktoria Gutsche, trainiert von Jessica Schmitz, in einer tollen Form. Klasse auch der Schautanz der Jugend- und Juniorengarde, ebenfalls trainiert von Jessica Schmitz. Und dass sie nicht nur trainieren und einstudieren können, zeigten die Aktiven des Feuerio dann auch auf beeindruckende Weise beim Solotanz. Da sprühten die Funken, da spürte man das Temperament. Das zeigte aber auch Senioren-Mariechen Nicole Zimmermann bei ihrem Tanz, den sie mit Papa Claus Zimmermann einstudiert hatte. Eine Augenweide und nicht zu überbieten ist die Offiziersgarde. Ob Schau oder Marsch, sie sind Klasse, denn alles ist selbst ausgedacht, einstudiert und auch die Kostüme stammen aus eigener Werkstatt. Einfach gigantisch waren in diesem Jahr die Feudenheimer "Schotten". Mit ihren Kilts und ihren graziösen Bewegungen sind sie die Stars des Abends, die unvergleichlichen "Suleiman"-Tänzer des Lallehaag. Wie keine anderen bewegten sich Werner Barth, Andreas Christmann, Rolf Mail, Andreas Müllerleile, Heiner Ehhalt, Norbert Pauli, Harald Pöltl, Richard Ritter auf der Bühne. Gebändigt wurde das Männerteam übrigens von Turmfrau Birgit Ehhalt. Immer wieder ein Höhepunkt ist zudem das "Show-Team" mit seiner genialen Mischung aus Playback-Show, gewürzt mit einem Schuss Übertreibung und ganz viel Humor waren sie die eigentlichen Stars des Abends. Und auch das Mannheimer Stadtprinzenpaar, Tanja I. und Roberto I., bekam von der guten Laune und der prächtigen Stimmung noch einiges mit. Das furiose Finale bestritten in diesem Jahr die "Altlossema Rhoigeischder" und auch hier stand zum Ende eines grandiosen Programms der ganze Saal und tanzte begeistert mit.

Obi