Licht-Jahres-Zeiten im Wallstadter Trausaal
 
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Monika Christensen zeigte ihre "Licht-Jahres-Zeiten"
 
Das Trio Celtica: Lars Sauer, Cornelia Meier,
Teresa Peccerella, brachte bei der Matinée einen Hauch von Irland ins Rathaus
 
 
Fotos Jakobi
 
(obi) Es war einer jener Sonntage, an denen alles stimmte, Uhrzeit, Ort, Künstler, Publikum und Veranstalter. Kurz gesagt: Es war wieder einmal Zeit für "Kultur im Rathaus". Das "KiR"-Team mit Manuela Müller und Patricia Munterde hatte ein besonders ansprechendes Programm zusammengestellt. So erfüllten kurz nach 11 Uhr am Sonntagmorgen vor allem irische Melodien das ehrwürdige Rathaus. Eigentlich als "Duo Celtica" engagiert, war nun quasi über Nacht das "Trio Celtica" gekommen, mit Cornelia Meier (Flöte), Teresa Peccerella ( Gitarre) und Lars Sauer (Flöte) mit Melodien wie Skye Boat Song, Irish Dreams oder auch aus "Connemara - Irische Suite". Es war ein wahrer Genuss, den jungen Musikern zuzuhören. Ein weiterer Genuss waren die Texte von Berthold Brecht, vorgetragen von Wolfgang Portuné. Brechts Todestag jährte sich vor kurzem zum 50. mal, doch seine Texte sind nach wie vor aktuell. So hörte man fast atemlos der Parabel von Lao-Tse zu und lachte bei der zweiten Erzählung, bei der es um die Geschichte der Fische und ihre Gesellschaftsordnung geht; natürlich sind Parallelen zu unserer Gesellschaft "rein zufällig". Ein optisches Highlight aber waren vor allem die Bilder von Monika Christensen. "Als Freund verfolge ich schon seit langem Ihren künstlerischen Werdegang" so Michael Sokolowski, der an diesem Morgen die Ausstellung eröffnete. Er beschäftige sich mit der Frage "Was ist Kunst" und führte weiter aus "Kunst meint nichts anderes als die Manipulation von Licht", und so hatte er den Bogen zur aktuellen Ausstellung "Licht-Jahres-Zeiten" geschlagen. Die Künstlerin Monika Christensen stößt uns geradezu mit der Nase darauf, wenn sie Bildtitel wie "Lichthof" oder "Licht und Schatten" in das Arrangement ihrer Werke einstreut. Sie spielt mit den Reflexionen der Farben und Formen. Ihre Bilder scheinen uns auf einer Reise von Licht und Schatten mitzunehmen. Die Natur steht bei ihr im Vordergrund und aus einer Ansammlung von violetten, roten und ins Schwarze gehenden Tupfen wird ein Lavendelfeld. Es scheint, als ob man den Duft riecht, und beim Wasserfall hört man das ferne Rauschen. Es lohnt sich, die Bilder anzusehen und mit der Künstlerin auf eine Reise durch ihre "Licht-Jahres - Zeiten" zu gehen. Unter den Gästen waren nicht nur viele eingefleischte "KiR"-Fans, an diesem Morgen konnte man auch den bekannten Mannheimer Künstler Walter Stallwitz begrüßen, einen der Lehrmeister von Monika Christensen. Alle Künstler treten bei den Rathausmatineen unentgeltlich auf. Der Erlös der Veranstaltungsreihe kommt dem Erhalt des Wallstadter Trausaals zugute.