Der Mai ist gekommen - Frühlingsstimmung unterm Maibaum
 

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Viele waren auf den Rathausplatz gekommen, um bei der
24. Maibaumübergabe dabei zu sein.
 
 
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Es war die 24. Maibaum-Übergabe, zu der die Wallstadter Selbständigen eingeladen hatten. Dass Petrus ein Wallstadter ist, da sind sich nicht nur BDS Vorsitzende Traudel Ringer und ihr Team sicher, auch Festredner Martin Straub glaubt da fest an einen Zusammenhang. Und so wurde bei teils bewölktem Himmel und teils bei strahlendem Sonnenschein der Maibaum auf dem Rathausplatz symbolisch an die Wallstadter Bevölkerung übergeben. Zur Einstimmung auf den Wonnemonat Mai hatte die Wallstadter "BrassBand", unter der Leitung von Andrea Michalski, zu einem Platzkonzert eingeladen. Es ist immer wieder bemerkenswert, wenn man das absolut abwechslungsreiche Repertoire der Musiker hört, da ist wirklich für jeden etwas dabei: Ob es nun ein alter Petula Clark Hit ist, oder ob man "Über den Wolken" fliegt, bei der BrassBand macht das Zuhören einfach Spaß. Zuschauen und Zuhören war auch bei den kleinsten Akteuren des Vormittags ein großes Vergnügen. Die Jung-Wallstädter des evangelischen Kindergartens, des katholischen Kindergartens und des Städtischen Kinderhauses begeisterten mit lustigen Tänzen und Frühlingsliedern. Und damit es den Kids auch nicht zu langweilig wurde, konnten sie bei einem Geschicklichkeitsspiel und beim Luftballon-Weitflugwettbewerb mitmachen. In seiner Maiansprache erinnerte Martin Straub, Arbeitskreis Heimatgeschichte, an die Brauchtumspflege und was es mit kleinen "Maibäumen" so auf sich hatte. "Der Maibaum, meist eine Birke, wurde von den jungen Männern im Wald geschlagen und in der Nacht am Haus der Angebeteten aufgestellt" so Straub. Und auch, dass die alten Germanen die Hochzeit der Göttin Freia mit dem Himmelsgott Wotan gefeiert hatten, wollte er der Vollständigkeit halber auch nicht unerwähnt lassen. Straub wäre jedoch nicht im Arbeitskreis Heimatgeschichte, wenn er bei einer solchen Gelegenheit nicht auch an die Wallstadter Kaminmaurer erinnerte, denn sie waren es, die Wallstadt mit ihrer Handwerkskunst weit über die Grenzen hinaus bekannt machten. "Diese Fabrikschornsteine waren ein Markenzeichen von Wallstadt". In der Blütezeit um die vorige Jahrhundertwende hatten die Wallstadter Maurer Schornsteine mit über 100 Metern Höhe gemauert und noch vor der Eingemeindung war dieser Stadtteil als "Maurerdorf" bekannt. Als ehemaliger Zimmermann ließ es sich Martin Straub aber auch nicht nehmen "nach alter Sitte" auf den Maibaum anzustoßen "Der Maibaum lebe Hoch - Hoch - Hoch". Zum Dank gab es für Martin Straub einen Korb mit Wallstadter Spezialitäten. Nach einem solch gelungenen Ausflug in die Geschichte des Maibaums war die Luft dann doch etwas trocken geworden und Dieter Ringer, Mr. Leistungsschau 2006, musste in Aktion treten. Unterstützt von Andreas Weber, Medienberater des Feudenheimer Anzeigers, musste Dieter Ringer das von der Eichbaum Brauerei gestiftete Fass anstechen. Dass so etwas mit einem defekten Zapfhahn nicht unbedingt klappt, hatten die beiden Männer ruckzuck erkannt und den defekten gegen einen funktionierenden ausgetauscht und dann konnte man rufen "O zapft ist". BDS Vorsitzende Traudel Ringer konnte sich bei vielen helfenden Händen bedanken, denn nicht nur Leckeres vom Grill gab es, auch viele selbstgebackene Kuchen konnten angeboten werden. Begrüßen konnte Traudel Ringer zudem den BDS-Ehrenvorsitzenden Heinrich Müller, BDS-Ehrenmitglieder Willi Dahlem, Gerd Klein, Dieter Ringer, Feudenheims BDS-Vorsitzende Doris Kirsch, IWV-Vize Klaus Meier, die Vertreter der Wallstadter Ortsvereine und Parteien und stellvertretend für den Wallstadter Bezirksbeirat die Sprecher von CDU, Heinz Welk und Dr. Claudia Schöning Kalender, SPD, sowie Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel und Susanna Martinez. Leider nicht begrüßen konnte Ringer dagegen einen Vertreter des Gemeinderats. Schön wäre es, wenn sich Petrus auch im nächsten Jahr, bei der 25. Maibaum-Übergabe, an seinen "Wohnort Wallstadt" so wohlwollend wie in diesem Jahr erinnern würde.

Obi