Zwei Bürgerpark-Wege zum Gedächtnis an Herbert Gutfleisch und Björn Kommer benannt!
25 Spender setzten 45 neue Bäume bei der 19. Pflanzaktion im Feudenheimer Bürgerpark
 
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Baubürgermeister Lothar Quast begrüßt die Spender
 
Spender versammeln sich zur Baumpflanzung
 
Fotos Rainer Volk
 
(gra) Alljährlich im Frühling spenden seit 1988 in der Aktion "Bürger pflanzen Bäume für Bürger" Feudenheimer und Mannheimer Bäume für den Bürgerpark, der in zentraler Lage auf 40 ha zwischen den Stadtteilen Feudenheim, Wallstadt, Vogelstang und Käfertal mit dem Neubaugebiet "Im Rott" entsteht. In den vergangenen Jahren wurden hier von 504 Spendern 665 Bäume gepflanzt. In der Aktion 2006 konnten 25 Spender (darunter zwölf Neuspender) gewonnen werden, die den Bürgerpark um weitere 45 Bäume bereicherten. Die Aktion wird getragen vom Fachbereich Straßen und Grünflächen der Stadt Mannheim und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die auch die Anpflanzung durchführt. Die Spender konnten unterstützt von Mitarbeitern des Grünflächenamtes ihre Bäumchen in vorgefertigte Pflanzgruben selbst einsetzen während einer kleinen Feierstunde. Diese umrahmten die Bläsergruppe der Jägervereinigung Mannheim mit Jagdsignalen und 25 Mitglieder des Feudenheimer GV "Deutsche Einheit", dirigiert von Vorsitzender Renate Selke, mit Liedvorträgen. Besonders sinnreich war ihr Lied vom "Regenbogenland", in dem am Ende des Regenbogens alle Wünsche erfüllt werden. Viele solche guten Wünsche versenkten die Baumspender mit den Wurzeln von 17 Kastanien, 14 Hainbuchen, sechs Schwarzpappeln, vier Spitzahornen, zwei Eschen und zwei Spezies der Flügelnuss in die Erde. Einige Privatpersonen aus Feudenheim folgten dem Beispiel ihrer Mitbürger, die sich in den vergangenen Jahren für die Bepflanzung des Bürgerparks engagierten. Sie notierten erfreut, dass seit 2005 zwei Wege im Bürgerpark verdienten Feudenheimer Bürgern gewidmet wurden, benannt nach den Verstorbenen Handwerkskammerpräsident i.R. Herbert Gutfleisch, dem Gestalter des Feudenheimer Rathausplatzes, und Björn Kommer, der sich in 20 Jahren als Bezirksbeirat als "Hüter des alten Feudenheimer Ortsbildes" und im Verein "Badische Heimat" verdient machte. Diese Namenswidmung schlug der Feudenheimer Bezirksbeirat einstimmig vor auf Initiative von BBR Elisabeth Weiss. Der Wallstadter Bürger, Altstadtrat und Polizeipräsident i.R. Willi Menz pflanzte als Gemeindebeauftragter für den Rotary-Club Mannheim anlässlich seines 35jährigen Bestehens fünf Hainbuchen. Wie schon in den Vorjahren waren Schulklassen der Max-Hachenburgschule als Baumspender aktiv. Besonders bemerkenswert ist in diesem Jahr die Spendenfreudigkeit von Selbsthilfegruppen, die ihre Anlaufstelle im "Gesundheitstreffpunkt" haben; Vorsitzende Bärbel Handlos konnte innerhalb dieser 20 Selbsthilfegruppen (Blinde; Alkoholkranke; Kehlkopflose; Dialysepatienten; Frauen nach Krebs; Rheumaliga; nach Herzplantationen; Leukämie; Elternkreis Frühgeborene und kranke Neugeborene: Psoriasis; Elterninitiative zur Förderung rechenschwacher Kinder; Colitis-Crohn; Aphasiker) zur Spende von 15 Kastanien anregen. Sie wurden in der "Jahrtausendallee" in die Erde gesetzt. Die Namen dieser Selbsthilfegruppen weisen darauf hin, wie viele Menschen mit schwersten Behinderungen und großem Kummer leben müssen. Dass sie dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - bereit sind, Hoffnung zu hüten und zu pflanzen, lässt auch die gesunden Bürger mit Dankbarkeit auf den heranwachsenden Bürgerpark blicken. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und privaten Organisationen und Bürgern stellt eine der wichtigsten Grundlagen des Konzeptes "Grünmaßnahmen zum Stadtjubiläum 2007 - Der Grüne Funke" dar. Demnächst soll neben der vorhandenen Skateranlage ein Kinderspielplatz entstehen. - Diese Baumpflanzaktion stellt ein Paradebeispiel von privatem Engagement für das öffentliche Grün dar.

Lydia Grabenkamp
 
Infos für Baumspender unter Tel. 0621-293-4003 oder E-mail an: strassenundgruen@mannheim.de