Glühwein und Schmalzbrot schmeckten bei 14 Grad!
Krippenausstellung im Rathaus nennt Sinn des Weihnachtsfestes
 
Trotz milder Witterung zieht der Weihnachtsmarkt wieder viele Besucher an
 
Fotos Hiemenz und Familie Weiß (Krippenfotos)
 
(Zum Rundgang über den Weihnachtsmarkt bitte Foto anklicken)
 

(gra) Gerade beginnt die Weihnachtszeit, da lädt die Feudenheimer Bürgergemeinschaft zum stimmungsvollen Weihnachtsmarkt auf den Rathausplatz ein. In diesem Jahr haben sich 26 Aussteller angesagt mit einem beachtlichen Angebot. Man kann rund ums alte Rathaus schlendern, die schönen adventlichen Auslagen der vielen Stände bewundern und auch in den Kulturtreff hineinschauen. "Kultur", dem Motto werden die schönen Dinge gerecht, die man hier erwerben kann. Alles Unikate, handgemacht, edler Schmuck, Getöpfertes, feinste Papierarbeiten, sehr aparte einmalige Taschen und Schals, Engelchen à la Käthe Kruse; und Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gab es in der "Kulturtreff-Teeküche". Draußen im Hof war im Zelt Schmausen angesagt, wie auch bei den vielen anderen Teilnehmern des Weihnachtsmarktes, den Vereinen, Geschäftsleuten, Kirchen, Interessengemeinschaften und Privatleuten, die man nur en bloc aufzählen kann: sie reichen Waffeln, Steaks, Sauerteigbrot mit Griebenschmalz (Theodor-Fliedner-Haus), Crèpes, Gebäck, Früchtebrot und dazu die "Waren der Saison", alles um Advent und Weihnachten. Da bleibt keiner ohne einen neuen Vorrat an kleinen Gaben zum Verschenken, aber auch nicht hungrig und durstig und mag dazu Punsch, Glühwein oder heißen Orangensaft trinken. Es dürfte nur ein bisschen winterlicher sein. Der Vorteil der milden Witterung ist aber, dass man eine Weile beim Plausch mit Bekannten stehen bleiben kann, ohne sich die Füße zu erfrieren, und auch die Posaunenbläser mit ihren schönen Melodien müssen nicht mit eiskalten Instrumenten kämpfen. Alles freut sich an einigen netten Stunden, für deren Organisation Karlheinz Steiner und sein Team von der Bürgergemeinschaft sehr viel Zeit und Mühe aufgewendet haben. Ein besonders schönes und inniges "Vorweihnachten" durften aber diejenigen erleben, welche die Krippenausstellung besuchten, die im oberen Stock des Rathauses wiederum von der Familie unserer Bezirksbeirätin Elisabeth Weiß gestaltet wurde. Weiß hatte im Kirchenblättchen dazu aufgerufen, für diese Ausstellung Krippen bereitzustellen. So konnte man die erste Krippe sehen, welche der Vater von Pfarrer Winter gebaut hatte, ebenso eine wunderhübsche Krippe aus Papier, gebastelt in mühevoller Arbeit von den Geschwistern Anna, Clara und Selma Hettich. Familie Giebfried steuerte das Thema "Bethlehem" bei. Ganz besonders freute sich der "Klub 66", seine beiden selbstgemachten Krippen zu zeigen. Dieser Klub ist ein Freizeittreff psychisch behinderter Menschen. Sie haben in Mannheim in F 7,18 eine Anlaufstelle, wo sie gemeinsam basteln und so zwei besonders schöne und sehr nachdenklich stimmende Krippen nach Feudenheim auf den Weihnachtsmarkt brachten. Mit dieser Krippenausstellung war hier genau das zu finden, was im "eurorollenden Weihnachtsgeschäft" unterzugehen droht: ein stiller Gang an den schlichten Stall des Wunders von Bethlehem.
Lydia Grabenkamp