Nachbarn feiern im Sommer gemeinsam!
9. Anliegerfest in der Walter-Flex-Straße stieß auf große Resonanz
 

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Die Nachbarn genossen die gemeinsame Feier  
 
   
 
"Was lange währt, wird immer besser", so könnte man von dem 9. Anliegerfest in der Walter-Flex-Straße sagen. Die Zahl der Teilnehmer hat sich dieses Jahr um einige zugezogene junge Familien erhöht und das fröhliche Treiben der nun hier lebenden Kinder war eine willkommene Bereicherung des Treffens. Auch die von den Kleinen geschaffenen bunten Kreide-Kunstwerke auf dem rauen Straßenpflaster sahen die Erwachsenen mit Wohlwollen, denn das gab es hier lange nicht mehr. Wie in den Vorjahren hatte Familie Fechner in Zusammenarbeit mit anderen jüngeren Nachbarn die Gestaltung der Einladungen, die Beschaffung der Speisen und Getränke, den Aufbau der Bänke und Tische sowie der Partyzelte organisiert und durchgeführt. Alles war wieder liebevoll dekoriert und sogar an bequeme Sessel für die älteren Gäste war gedacht. Auch für das Abholen der Älteren war gesorgt und wurde von denen, die noch flott zu Fuß sind, gerne übernommen. Der Wettergott machte es so spannend wie jedes Jahr. Bis zu Beginn des Festes war es nicht sicher, ob der Regen anhalten und der Wind am Spätnachmittag an den Zeltdächern rütteln wird. Aber siehe da - wie immer war es trocken und auch warm genug, um mit dem Schlemmen und Trinken und Unterhalten zu beginnen. Phantasievolle Köstlichkeiten hatten die Hausbewohner der Walter-Flex-Straße und der angrenzenden Straßen zubereitet und mitgebracht. Ein paar Freiwillige legten unermüdlich Fleisch und Würstchen auf den Grill, frisches Brot, Kuchen und Kaffee und natürlich wie immer ein frisch gezapftes Bier gab es auch dieses Jahr reichlich. Den Kindern und anderen Naschkatzen mundete der Früchtenachtisch und auch die Käseplatte fand begeisterten Zuspruch. Für jeden war etwas dabei. Die Alteingesessenen freuten sich sehr, endlich Gelegenheit für ein ausführliches Gespräch mit den neuen und überwiegend noch jungen jungen Nachbarn zu haben. Leicht vergilbte Fotos mit Zackenrand machten die Runde und gaben den neuen Hausbesitzern oder Mietern einen Eindruck von der Entstehungszeit dieses schönen Feudenheimer Wohnviertels. Manche Veränderungen an den Häusern oder den Gärten waren zu erkennen und man konnte sehen, dass es früher viele Obstbäume in den Gärten gab und kaum Nadelbäume, die eher in der Nachkriegszeit gepflanzt wurden und heute so groß sind, dass sie die meisten Dächer überragen. Mit Bedauern erfuhren die Gäste von einigen Krankheitsfällen (und auch Genesungen!) der Anwohner. Eine der eifrigsten Besucherinnen des Festes in den letzten Jahren konnte leider nicht dabei sein. Aber auch dies gehört zum Leben und gab Anlass zu lebhaften Diskussionen und zum Erfahrungsaustausch. So ein Anliegerfest ist eine wunderbare Gelegenheit, sich mit den Menschen auszutauschen, die man sonst meist nur flüchtig aus dem Autofenster oder über den Gartenzaun hinweg sieht. Das Treffen war ein voller Erfolg, der dem freiwilligen Einsatz und der Initiative der Familien Fechner, Fuß, Schwerdtfeger , Breu und Alken zu verdanken ist und natürlich der Mitwirkung aller, die zum kalten Buffet etwas Selbstgemachtes (oder Gekauftes) mitgebracht haben. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und so war es nur natürlich, dass das "Festkomitee" sich bereits zum Abschluss des diesjährigen Festes Gedanken machte, wie man das 10. Anliegerfest im kommenden Jahres gebührend feiern kann. Es wird bestimmt wieder ein fröhliches Ereignis.
Eleonore Zorn