Die Gowe unterwegs in fasnachtlicher Mission
Eigengewächse überzeugten mit bodenständigem Humor
 

     Zum Bilderbogen

Tradition auch in der Fasnacht, denn die Brass Band eröffnet den Abend mit fetziger Musik.  
 
Alle Fotos Jakobi  
 

Sein Name ist Kohl, Manuel Kohl und beim Schautanz der Offiziersgarde - den Bondgirls - fühlte sich der Jungelferrat in der Rolle des James Bond sichtlich wohl. Gekonnt wirbelten die jungen Damen über die Bühne. Gepunktet haben die Gowe-Eigengewächse bei der ersten Prunksitzung im katholischen Gemeindezentrum, hatten sie doch alle Lizenz, dem Publikum Frohsinn zu bringen. So präsentierte sich Simone Breidenband als Elferratsfrau in Topform. Slapstick vom besten gab es von Barbara und Sascha Spies. Charmante Clownerien à la Zirkus Renz präsentierten Simone und Michael Breidenband, Angelika und Jürgen Müller, Ingrid und Egon Renner und Rita und Otmar Lenhardt. Und wenn dann auch noch Tanzmariechen Nicole Mrozek strahlend über die Bühne wirbelt und mit ihrem akrobatischen Solotanz begeistert, gibt es vom närrischen Publikum viel Beifall. Ahois und Applaus bekamen auch die Jüngsten, die Mini-Garde, die mit ihrem Dschungeltanz und ihren reizenden Kostümen genauso begeisterten wie ihre großen Vorbilder. Schön, dass man in Wallstadt auch wieder eine Junioren-Garde hat, die einen flotten Marsch zeigte. Mit Recht kann Sitzungspräsident Bernhard Kohl an diesem Abend den "Stolz des Vereins, die Offiziersgarde" ankündigen. Haben doch die Mädels mit ihrem Gardemarsch beim Gardeturnier der Neckarstädter Narrengilde den zweiten Platz belegt. Und hätten sie flotte, zeitgemäße, modernere Uniformen, dann wären sie als Sieger von der Bühne gegangen. Also, liebe Gowe-Freunde, wenn Sie da ein wenig sponsern möchten, die Gardekasse würde sich freuen, kostet doch eine neue Uniform cirka 400 Euro. Und ein Zuschuss würde sich lohnen, denn alle Gardistinnen werden weitertanzen. Schwung in den Saal brachten auch die Gowe-Singers mit Liedern rund um die Fasnacht. Den Abend eröffnet hatte die Wallstadter Brass Band , sie ließ ihr Publikum gleich kräftig mitmachen als es hieß "Die Hände zum Himmel" und zu "Marmor-Stein und Eisen" weiter klatschen, bis sie alle beim letzten Lied zu einem Ausflug "Über die Wolken" mitgenommen wurden. Damit war der Boden bereitet für den Eisbrecher in der Bütt, Wolfgang Meister. Als Pfälzer Aushilfskellner musste er an diesem Abend erst mal prüfen, was die Herren Elferäte am Elferratstisch zu trinken haben. Sein Motto "Ess dich satt und trink dich froh, sonst machen's deine Erben so". Wie man ein Popstar wird, konnte Günter Dudenhöfer beantworten, wurde er doch "auf Anhieb auf der Aida entdeckt". Ein Mariechentanz im Doppelpack, präsentierten Yvonne und Vanessa vom Patenverein Insulaner aus Ilvesheim und zeigten dabei, wie synchron sie tanzen können. Ein Knaller in der Bütt, obwohl noch recht jung an Jahren, ist der "närrische Enkel" ganz klar, er kann es nicht verleugnen, dass seiner Familie die Fasnacht im Blut liegt, Sascha Knapp. Als Praktikant testet er das richtige Leben und ist beim Metzger, Maler und der Gastronomie zu Gange. Doch oft hilft in schwierigen Fällen einfach nur die "Opa-Bauernregel". Die Breite Straße bis hin zur Kurpfalzbrücke nimmt sie unter die Lupe, Ruth Huber. Und wie immer legt sie ihren Finger genau in die Wunde, da wo es weh tut, denn sie "sagt jo nix, ich meen halt bloss" . Und da hat sie so einiges zu sagen, denn ob Stadthaus oder der Zirkus um "Afrika-Afrika", oder die teueren chinesischen Pflastersteine, das "Loch in der Kunsthalle" sie spricht aus, was der Mannheimer denkt, und das närrische Haus belohnt sie mit viel Applaus. "Keine Lust nach Haus zu gehen" hatte indes der Opa vom närrischen Enkel, Horst Karcher, er und seine "Quetschkommode" brachten den Saal zum Mitsingen, Mitschunkeln. Mit seinen Fasnachtsliedern brachte er den Saal zum Toben, und darauf ein "Kurpfalz Ahoi". Einen "Crash-Kurs" in Sachen Computer gibt's von "Ali" Marco Holzhauser, der lässt seinen Bildschirm sogar bis nach Istanbul fliegen und strapaziert mit seinem Vortrag die Lachmuskeln schon "extrem". Und gar nicht "geizig" war auch "Musikprofessor" Werner Beidinger, der sich wieder die Politiker vorknöpfte und die "Geizkragen-Schwaben" ebenso aufs Korn nahm wie Stoiber und Merkel oder Beck. Sexy Gäste konnte Sitzungspräsident Bernhard Kohl aber auch begrüßen, die Schautanz Gruppe "Stolperschlappe" aus Waldsee begeisterte mit ihrem Tanz "Heiße Versuchung". Begeistert waren an diesem Abend nicht nur Gowe-Ehrenpräsident Gerd Klein, Stadtrat Ralf Eisenhauer, Alt-Stadträtin und Gowe-Ehrenordenträger, Marianne Rohde, Pfarrer Wolfgang Winter, Gowe Senatoren. Narrebloos Prinz Max , Lieblichkeit Nicole I und ihr Gefolge vom Patenverein Insulaner und die Vertreter der Wallstadter Vereine. Eine besondere Überraschung gab es zudem noch für Jürgen Mandl: der ehemalige Gowe-Sitzungspräsident bekam an diesem Abend die Präsidenten-Ehrenkette überreicht. Und auch einen Botschafter in Luxemburg haben die Wallstadter Fasnachter jetzt, den Gilbert Linsner, angereist mit seiner Frau, wurde er zum Ehrensenator ernannt. Die Gowe waren unterwegs in "närrischer" Mission, Elferrat, Garde, Trainerinnen und Betreuer und alle Aktive, haben ihren Auftrag mit Bravour gelöst. Es war ein Abend, der alle Erwartungen übertraf, und so mancher am nächsten Tag einige Lachfältchen mehr hatte.
Darauf drei kräftige 'Wallstadt Ahoi'!

Obi