Konzept für einen Jugendtreff in Wallstadt vorgelegt
 
   
                                                     Erhält auch Wallstadt einen Jugendtreff?  
 
In einem Antrag an den Gemeinderat fordert die SPD, das Angebot der katholischen Kirchengemeinde in Wallstadt, einen Jugendtreff einzurichten, zu prüfen. Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei: "Die zuständige Verwaltung sollte den Vorstoß der Kirche dahingehend bewerten, ob er die städtischen Qualitätskriterien zur Anerkennung als Jugendtreff erfüllt und die vorgelegte Konzeption tragfähig ist. Dazu gehört auch eine detaillierte Prüfung der Finanzierung einschließlich der anfallenden Miete. Der Jugendtreff muss sich bei Ausstattung und Angebot mit den Leistungen anderer freier Träger vergleichen lassen." Bei einer positiven Bewertung will sich die SPD dafür einsetzen, den Jugendtreff schnellst möglich zu realisieren. "Gespräche, die wir im letzten Jahr mit Wallstadter Jugendlichen führten, haben eindrücklich gezeigt, wie groß der Bedarf in dem Stadtteil und welches Engagement hier vorhanden ist. Dies wollen wir unterstützen," fordert Fulst-Blei zum Handeln auf. Anstoß für den Antrag, oder besser gesagt Anstoß für die Anträge auch von CDU und Grünen war die öffentliche Bezirksbeiratssitzung in Wallstadt. Dort hatte Diakon Bernhard Kohl ein mit Jugendlichen gemeinsam erarbeitetes Konzept für einen Jugendtreff vorgelegt und damit auch das Interesse der jungen Wallstadter an einem Jugendtreff ganz deutlich gemacht. Schon drei Jahre stehen die Räume im ehemaligen Gasthof "Krone" leer, und bisher steht der Stiftungsrat der katholischen Gemeinde auch noch hinter Bernhard Kohl und dem Wunsch der Jugendlichen. Doch es besteht Entscheidungsnot. "Bis Ostern sollte sich etwas bewegen" denn sonst, so Kohl, würden die Räume einer anderen Nutzung zugeführt. Der Bedarf sei da, stellte der Leiter der Abteilung Jugendförderung, Clemens Hotz, fest, und Kohl ergänzte, dass es diesen Bedarf ja schon seit mehr als 25 Jahren gäbe. Ein guter Schritt in Richtung Jugendtreff und eine Grundlage, auf die man aufbauen könne, sei das Kohlsche Konzept, das gemeinsam mit Jugendlichen erarbeitet wurde. Dass hier etwas geschehen muss, ist klar, dafür setzten sich für die Jugendlichen die Wallstadter Bezirksbeiräte ein, und wenn nun ein Handlungsauftrag der Politiker im Gemeinderat durchgesetzt wird, dann sollte es schnell gehen. Die "Krone"- Räume stehen nur bis Ostern zur Verfügung und es wäre einfach schade, wenn man diese Gelegenheit, in Wallstadt einen Jugendtreff zu installieren, verstreichen ließe. Zumal man sich in diesem Punkt auch auf politischer Ebene einig ist: "Die CDU-Fraktion unterstützt den Jugendtreff Wallstadt und hat dazu in der Fraktion einen entsprechenden Antrag beschlossen, der zur Gemeinderatssitzung am 27.02.2007 eingebracht wird. Wir sind uns dabei aber auch einig gewesen, dass die Unterstützung des Jugendtreffs in Wallstadt nicht zu Lasten anderer bereits bestehender Jugendtreffs gehen kann und bedarfsorientiert erfolgen muß", so Stadtrat Peter Pfanz-Sponagel. Die für Wallstadt zuständige und als stellvertretendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss tätige Stadträtin von Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Gemeinderat, Frau Miriam Caroli, nach der öffentlichen Sitzung: "Die Darstellung der Notwendigkeit eines Jugendtreffs durch Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltung überzeugte. Wir werden versuchen, durch einen Antrag im Gemeinderat eine zeitnahe Umsetzung zu ermöglichen. Die Jugendlichen brauchen so schnell wie möglich eine Perspektive, deshalb sollten wir möglich schnell einen Zeitplan für eine Realisierung aufstellen". Die Zeit drängt, denn wenn die Verwaltung zu lange wartet, dann sind die Räume weg, schnelles Handeln trotz Bürokratie ist jetzt gefordert.
Obi