Gowe haben die Macht im Rathaus übernommen -
Bürgerdienstleiterin Patricia Munterde entmachtet
 

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Bürgerdienstleiterin Patricia Munterde übergab die Rathausmacht an Gowe-Vorsitzenden Otmar Lenhardt  
 
Alle Fotos Jakobi  
 

Der Machtwechsel vollzog sich völlig ohne Kampfgetümmel. Die Wallstadter Karnevalisten, allen voran Gowe-Chef Otmar Lenhardt, Angelika Müller (2. Vorsitzende), Kassier Fred Macion und die Vertreter des Elferrats, hatten erfolgreich den Rathausschlüssel gefordert und ihn auch erhalten. "Die Kassen sind leer, und ich habe auch nicht viel Hoffnung dass sich bis zum Aschermittwoch was ändert". Patricia Munterde, Gowe Senatorin und in diesem Jahr mit der goldenen Erstprägung des Jahresordens ausgezeichnet, freute sich, die Amtsgeschäfte abgeben zu können. Ein Augenschmaus war dann auch noch der flotte Schautanz der Minigarde, und der wurde selbstverständlich mit drei kräftigen Ahois belohnt. Besinnlich eröffnet wurde der Neujahrsempfang auch in diesem Jahr wieder von den Sternsingern der katholischen Christ-König-Gemeinde. Gemeinsam mit Diakon Bernhard Kohl waren die Jugendlichen eingezogen und zeigten auch gleich zu Jahresbeginn, dass es immer noch Kinder und Jugendliche gibt, die sich hier stark engagieren. Nicht verwunderlich war auch daher schon der Wunsch Kohls: "Mein Traum für 2007 wäre ein Wallstadter Jugendtreff. Und wenn alle gemeinsam dieses Projekt angehen, wer weiß, vielleicht kann man diesen Wunsch ganz schnell realisieren". Mit einem Zitat von Erich Kästner über das vergangene und das kommende Jahr, "Wird`s besser? Wird`s schlimmer? Fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!" begann Patricia Munterde ihre Begrüßung der Gäste des Neujahrsempfangs. Als Vertreter des Oberbürgermeisters war Stadtkämmerer Christian Specht nach Wallstadt gekommen; vom Gemeinderat waren Wolfgang Raufelder, Peter Pfanz-Sponagel, Joachim Horner, Ralf Eisenhauer und Roland Weiß erschienen. Unter den Gästen auch MdB Lothar Mark, die Wallstadter Bezirksbeiräte, Vertreter der Parteien und Vereine, Banken und Kirchengemeinde, allen voran die Vorsitzende der IWV, Ingrid Renner, vom BdS Wallstadt Vorsitzende Traudel Ringer und die Träger des Wallstadter Backsteins, Klaus Streib, Adolf Müller, Heinz Lang und Heinrich Müller. "Zum angenehmen Arbeitsbereich, nämlich den Eheschließungen, kann ich sagen, dass Wallstadt mit nur rund 10 Eheschließungen ruhig heiratsfreudiger werden könnte", spornte Bürgerdienstleiterin Patricia Munterde an, aber auch hier sollte man vielleicht mit gutem Beispiel voran gehen! Positiv bewertete sie die Arbeit des Wallstadter Bezirksbeirates. Im vergangenen Jahr hatte man verstärkt die Einkaufssituation des Stadtteils im Visier. Der Bezirksbeirat hatte hierzu eine klare Position eingenommen und ließ sich hier auch nicht irritieren und vom Ziel abbringen. Denn auch in Zukunft soll im Ortskern am vorhandenen Standort die Lebensmittelversorgung gewährleistet werden. Nun, der Plus-Markt hat zum Ende des Jahres seine Pforten geschlossen, der Kampf geht also weiter. Weitere Themen, die Wallstadts Bürger beschäftigten waren die anscheinend endlosen Kanalarbeiten und die Umgestaltung des Rathausvorplatzes. Gemeinsam mit betroffenen Eltern ist es dem Bezirksbeirat gelungen, die drohende Reduzierung von Hortplätzen im Kinderhaus Wallstadt abzuwenden. Danken konnte Patricia Munterde nicht nur ihren Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im vergangen Jahr, bedanken konnte sie sich bei den Bezirksbeiräten, bei den Vereinen und bei den Wallstadter Bürgern. Auch Ingrid Renner, Vorsitzende der IWV, nahm die Gelegenheit zu einem kleinen Jahresrückblick aus Sicht der Vereine wahr. Sie erinnerte an das 100jährige Jubiläum des GV Sängerkreis, das mit einer wunderbaren Silvestergala begann und mit Händels "Messias" endete. Sie erinnerte gerne an die Veranstaltungen im Rahmen von 425 Jahre Petruskirche, an die Verleihung der Silbermedaille an die Wallstadter Gartenfreunde vom Elkersberg, die nicht nur beim Landeswettbewerb, sondern auch beim Bundeswettbewerb beeindruckten. Sie erinnerte an die Wallstadter Kerwe, das Highlight im Wallstadter Terminkalender, und sie erinnerte gerne an die Vergabe des Wallstadter Backsteins an Klaus Streib. Dass Wallstadt viel zu bieten hat, sei es das Wohngebiet oder die Vereinsvielfalt, ist für Bürgermeister Christian Specht nichts Neues. Er war gerne gekommen, um die Grüße des Oberbürgermeisters und des Gemeinderats zu überbringen, er war aber auch gekommen, um zu lernen "Wie man erfolgreich Jubiläen feiert und organisiert, ohne das Budget zu sprengen" in diesem besonderen Falle würde sich die Stadt Wallstadt gerne zum Vorbild nehmen, scherzte Christian Specht und erinnerte gerne an die erfolgreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr des GV Sängerkreises und der evangelischen Petrusgemeinde.
obi