"Alte Schmiede" beim Schmiedefest eingeweiht
 

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Für Bürgermeister Lothar Quast war der "Einsatz" am Amboss nicht unbedingt alltäglich, aber dank der Anleitung von Werner Groß und Martin Straub unter den wachsamen Augen von Peter Pfanz-Sponagel, Lothar Mark, Willi Menz und Roland Weiss, konnte eigentlich auch nichts passieren.  
 
Alle Fotos Jakobi  
 

Groß war der Andrang beim "Schmiedefest" in der Wallstadter Atzelbuckelstraße. Viele kleine und große Wallstädter waren gekommen, um die wiedererstandene "Alte Schmiede" zu sehen. Die Garage des Arbeitskreisvorsitzenden Heimatgeschichte Wallstadt, Martin Straub, ist zur neuen Heimat der Schmiede umfunktioniert worden und so hat sie hier nun ihren neuen Standort gefunden. Voll funktionsfähig ist die Schmiede auch weiterhin, was im Laufe des Tages einige Male eindrucksvoll demonstriert wurde. "Gemeinsam wollen wir die wiedererstandene Alte Schmiede eröffnen und gemeinsam in Betrieb nehmen." Gerne war Bürgermeister Lothar Quast der Einladung gefolgt, um hier beim Schmiedefest ein Grußwort zu sprechen und auch die Grüße des Gemeinderates und des Oberbürgermeisters Gerhard Widder zu überbringen. Der Arbeitskreis "Heimatgeschichte Wallstadt" entstand aus einer Initiative Wallstadter Bürger und hat Zeit seines Bestehens sehr erfolgreich nicht nur historische Dokumente, Zeichnungen und Fotos von Wallstadt zusammengetragen. Auch den Innenausbau der Heimatstube hatte man vorangetrieben und inzwischen eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert. "Ich glaube, dass ein Tag wie der heutige besonders dazu geeignet ist, dem Arbeitskreis für sein ehrenamtliches Engagement und für seine aktive Arbeit Dank und Anerkennung auszusprechen". - Bürgermeister Quast ermutigte aber auch gleichzeitig den Arbeitskreis, mit seiner erfolgreichen Arbeit fortzufahren. Die Wiedereröffnung der historischen Schmiede sei ein ortshistorischer Höhepunkt, so Quast, und er freue sich, dass hier der Arbeitskreis unter der Leitung von Martin Straub, Willi Menz und Rüdiger Löb ein Stück Heimatgeschichte auch für künftige Generationen bewahrt hat. Nach dem Tod des letzten Inhabers Herrmann Will, der von einer seit Generationen einheimischen Landwirtsfamilie abstammte, wurden Bauernhof und die mitbetriebene Schmiede zunächst stillgelegt. Die Schmiede blieb aber mit all ihren Geräten vollständig erhalten. Sobald der Abriss des Schmiedegebäudes nebst historisch überaus wertvoller Einrichtung bekannt wurde, engagierte sich schon der Arbeitskreis Heimatgeschichte Wallstadt mit Gründungsmitglied Willi Menz für die Erhaltung des historischen Handwerksbetriebes. Die Erbengemeinschaft Will/Schirru überließ die gesamte Einrichtung dem Arbeitskreis mit der Bestimmung, diese andernorts an anderer Stelle zu erhalten. Und so hatte Martin Straub mit seinen Helfern nun die Aufgabe, nicht nur einen neuen Standort für die Schmiede zu finden, es musste auch alles katalogisiert und verpackt werden. Wichtig sei es, so Lothar Quast, dass das ganze Vorhaben baurechtlich und feuerpolizeilich genehmigt wurde. Die Wiederentstehung der "Alten Schmiede" ist eine Geschichte mit "Happy-End". Und da man nicht nur reden wollte sondern auch die Neue - Alte - Schmiede einweihen konnte, machte Werner Groß erst mal "Feuer", damit man das Eisen auch schmieden konnte. Interessiert schauten da nicht nur Lothar Mark, MdB, die Stadträte Peter Pfanz-Sponagel, Bezirksbürgerdienstleiterin Patricia Munterde zu. Im Laufe des Tages konnte Martin Straub zudem noch Pfarrer Peter Geißert, Diakon Bernhard Kohl, Professor Dr. Hans-Peter Schwöbel und Susanna Martinez, Waltraud und Hartmut Gossel, Bürgermeister Dr. Peter Kurz, Vertreter der Wallstadter Vereine und natürlich die Anwohner der Atzelbuckelstraße begrüßen. Bei ihnen bedankte sich Martin Straub besonders "Ich bin stolz, dass wir eine solche harmonische Nachbarschaft haben!" So hatten die Familien Parg und Gründel nicht nur Stellplatz, sondern auch den nötigen Strom zur Verfügung gestellt. Und dann konnte das "Beschlagen" auch schon losgehen. Martin Haag und Christian Voit waren da in ihrem Element und wurden nicht nur von den Kindern bestaunt; auch die Erwachsenen konnten nicht genug bekommen. Bis kurz nach 18 Uhr durfte man sich nicht nur über die Schmiede und den Arbeitskreis Heimatgeschichte informieren - auch für das leibliche Wohl war gesorgt, und man konnte sich hier bestens mit leckeren Kuchen, Schinkenteller und dem "Schmiedebraten" stärken. Wenn Sie nicht mit dabei waren, aber gerne sehen möchten, wie ein Pferd beschlagen wird, oder wie die Schmiede aussieht: "Weitere Termine sind geplant, aber erst nach den Sommerferien". Wir werden unsere Leser rechtzeitig informieren.
Obi