Sportkreis Mannheim befragte OB-Kandidaten
Podiumsdiskussion zu Sportentwicklung und Sportpark Pfeifferswörth
 
   
Der Sport stand bei der Veranstaltung des Sportkreises mit den drei OB-Kandidaten im Mittelpunkt. V.l. Ingo Wellenreuther (CDU), Michael Scheidel, Dr. Peter Kurz (SPD), Manfred Schäfer und Wolfgang Raufelder (Grüne)  
 
Foto Jakobi
 
Heiß war es im Mannheimer Bootshaus der Amicitia. Zu einer Podiumsdiskussion mit Fragen zum Thema Sportentwicklung in Mannheim, insbesondere zum weiteren Ausbau des Sportparks Pfeifferswörth, waren auf Einladung des Sportkreises Mannheim die drei OB-Kandidaten, Dr. Peter Kurz (SPD), Wolfgang Raufelder (Grüne) und Ingo Wellenreuther (ML und CDU) gekommen. Der Sportkreis hat im Vorfeld wichtige Fragen bei seinen über 500 Mitgliedsvereinen gesammelt. Unter den Gästen konnte der neu gewählte Sportkreisvorsitzende Michael Scheidel die Vertreter der Mitgliedsvereine, wie Professor Richard Möll, Günter Stegmüller, Bettina Mohr, die Fachbereichsleiterin Sport Gerda Brand, den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat Dr. Stefan Fulst-Blei, Stadtrat Paul Buchert und interessierte Bürger und Bürgerinnen begrüßen. 'Es geht heute um den Sport in Mannheim' begann der Moderator des Abends, Manfred Schäfer (Weltverbandspräsident im Eisstocksport) und stellte die Protagonisten des Abends vor. Zuerst hatten die Kandidaten die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen. Alle drei, Dr. Peter Kurz, Wolfgang Raufelder und Ingo Wellenreuther sind verheiratet und haben zwei Kinder. Zurück zu den Wurzeln heißt es für Dr. Peter Kurz, er hat hier vor 30 Jahren bei der Amicitia mit dem Rudern begonnen. Von Amts wegen beschäftigt sich Kurz als Bürgermeister seit acht Jahren mit dem Sport und weiß um dessen Bedeutung für die Gesellschaft. Mit Joggen und Fußball hält sich Wolfgang Raufelder fit und ist als Stadtrat nahe am Thema dran. Ingo Wellenreuther ist ehemaliger Landesliga-Handballspieler und hat als Fußballer im Oberligakader des KSC gespielt. Themen wie die Erhaltung und Einrichtung von Sportstätten, Sportpark Pfeifferswörth, G8 und Ganztagesunterricht wurden diskutiert und bei der anschließenden Fragerunde kamen dann auch die Zuhörer zu Wort. Im besonderen Blickpunkt des Interesses stand das Thema Sportpark Mannheim. Dass das Aufstellen eines gemeinsamen Schildes nicht genügt, darüber waren sich die OB Kandidaten einig. Auch wenn das Projekt durch einen Gemeinderatsbeschluss zurückgestellt wurde, war hier der zuständige Fachbereich jedoch nicht untätig, berichtete Dr. Peter Kurz. Die erste Idee zur Entwicklung kam 1992 vom damaligen zuständigen Bürgermeister Lothar Mark. 1994 dann der Eingang in die Fachplanung der Stadtentwicklung. 1995 wurde die Diskussion zum Thema Sportpark erneut aufgegriffen. 1998 folgte dann der Vorschlag, dieses Projekt als möglichen Schwerpunkt zum Stadtjubiläum weiterzuverfolgen (bürgerschaftliche Arbeitskreise zur Ideenfindung für das Stadtjubiläum - hier AK Sport und Freizeit). Im Jahr 1999/ 2000 gab es dann vorbereitende Gespräche unter Einbeziehung des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Stuttgart, von Bürgermeister Dr. Kurz und dem Fachbereich Sport und Freizeit vom 11.05.2000 bis 07.02.2001. Durchführung des kooperativen Planungsprozesses unter Einbeziehung verschiedener Interessensgruppen (z.B. der ansässigen Vereine, der Mitglieder des Sportausschusses, des Gemeinderats, der Verwaltung usw.) auf Initiative von BM Dr. Kurz und dem Fachbereich Sport und Freizeit. Es folgt 13.06./10.07.2001 der einstimmige Beschluss des AUT auf Vorberatung im Sportausschuss zur Aufstellung eines Rahmenplanes und am 19.03.2002 Aufstellungsbeschluss für B-Plan. Zum Etat 2002/ 2003 gab es einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD 200.000 Euro Investitionsmittel u.a. für Pfeifferswörth bereitzustellen. Mit der Schwerpunktsetzung für die städtebaulichen Projekte für das Stadtjubiläum wurden die Einzelprojekte nicht mehr als Jubiläumsprojekte weiterverfolgt. Ziel der Planungen war und ist, im Bereich Pfeifferswörth nur noch sport- und freizeitrelevante Bauvorhaben umzusetzen. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den B-Plan ist eine Veränderungssperre möglich geworden, die beim Weggang der noch angesiedelten Speditionen (Bestandsschutz) zukünftig nur noch eine sport- und freizeitorientierte Nutzung zulässt. Das von der Telekom freigewordene Gelände wurde von der Stadt Mannheim erworben, um dort einen Teil der Planungen umzusetzen. Der erste Mannheimer Judo-Club baut dort gerade seine neue Sportstätte. Weitere Realisierungsschritte im Sinne der verabschiedeten Konzeption hängen davon ab, wann die Speditionen das Gebiet verlassen und wie Investitionsmittel bei der Stadt, Vereinen und gegebenenfalls Dritten zur Verfügung stehen. Dies alles wurde nach der Zurückstellung durch den Gemeinderat aber nicht fallen gelassen, der Fachbereich Sport und Freizeit verfolgte weiter das Ziel, im Bereich Pfeifferswörth und dank der Mitarbeit der Vereine etwas Einzigartiges entstehen zu lassen.
Obi