Seit 10 Jahren Kultur im Rathaus  
  Start ins Jubiläumsjahr mit Michael Huber  
 
 
 
Bescherten uns wieder einen unglaublichen Morgen. Michael Huber, Patricia Weimer, Henrike Reder und Dietmar Pfennigschmidt
 
 
    Foto Jakobi    
 
 
 Vor 10 Jahren hat alles begonnen, der Trausaal war frisch renoviert und es gab noch das eine oder andere, das man gerne geändert oder dazu gekauft hätte. Doch nach wie vor war die Städtische Kasse für solche unnötigen Kleinigkeiten leer. Auch die Erhaltung des neuen „Trausaals“ wollte geregelt werden. Was tun, aus der Not eine Tugend machen. Findig wie man schon bei der „Aktion Trausaal“ war, gab eigentlich Manuela Müller den Ausschlag. Gemeinsam mit Patricia Munterde hatte man sich zusammengesetzt, noch Waltraud Gossel und Hans-Peter Schwöbel mit dazu geholt, und auch einen Namen für diese Aktion musste man noch finden. Das ist die Kurzversion zur Entstehung der Veranstaltungsreihe „Kultur im Rathaus“. Und noch immer sind die Veranstaltungen unglaublich lebendig und interessant, abwechslungsreich und spannend. Manuela Müller und Patricia Munterde sind immer bemüht, etwas Neues, etwas Ausgefallenes zu präsentieren. Und das nun auch im Jubiläumsjahr. Die Eröffnungsmatinee war daher auch etwas ganz Besonderes. Das lag nicht nur an den unglaublichen Landschafts-Aquarellen von Michael Huber. Er präsentierte Bilder mit unglaublichem Erkennungswert, denn so manch einer ist schon in Neckarhausen oder Schriesheim unterwegs gewesen, und auch die Nordsee hat ihn zweifellos inspiriert. Beim Betrachten seiner Bilder scheint die Zeit stehen zu bleiben. Man merkt förmlich, wie harmonisch das Zusammenspiel der Farben ist. Man wird neugierig, was einen hinter dem schmiedeeisernen Tor noch alles erwartet. Und man scheint auch den Nordseewind ganz zart im Haar zu spüren. Er fängt einfach den Moment ein, der ver- und bezaubert. Passend dazu spielen Patricia Weimer und Henrike Reder klassische Musik auf der Querflöte. Humorvoll kommt da auch Dipl. Bibliothekar Dietmar Pfennigschmidt. Er hält eine Einführungsrede, die ihn eigentlich für das Amt eines Kulturdezernenten qualifizieren würde. Fast möchte man sagen, und wenn man die Augen für einen kurzen Moment geschlossen hat, ja fast wie „Loriot“ selbst. So prägnant, mit viel tiefgründigem Humor, einfach köstlich. Mehr möchte man davon hören, doch die Matinee ist schon wieder vorbei, Schade, denn es war wieder ein ganz besonderer Morgen.
 obi