Vollendeter Wohllaut: Mozartabend in Epiphanias
Kristin Besier und Bernhard Sommer sangen Arien und Duette
 
(Zum Vergrößern bitte Bilder anklicken)
 
'Figaros Hochzeit': Kristin Besier, Bernhard Sommer, Michael Schmich, Daniel Möllemann (v.re.)
Beifall für Michael Schmich (Klavier), Kristin Besier (Sopran), Bernhard Sommer (Bariton), Daniel Möllemann (Moderation)v.li.
 
Fotos Grabenkamp     
 
(gra) Daran hätte Mozart seine helle Freude gehabt! Vier Musikanten reinsten Wassers begeisterten mit Stimmen, Klavier und Moderation viele Musikfreunde im EpiphaniasHaus und luden zu einem frisch-fröhlichen Galopp durch die bekanntesten Opern des Wolfgang-Amadeus ein. Er vertonte die immer noch weltbewegenden Themen um Liebe, Eifersucht, Treue und Untreue auf die genialste Weise, wie leicht hingetupft und doch die Zeiten überdauernd mit ihrem Schmelz, ihrem Charme und ihren wunderbaren Melodien. Kristin Besier (Sopran) und Bernhard Sommer (Bariton), begleitet von Michael Schmich (Klavier), gaben sich völlig den Werken des Meisters hin in einem traumhaften Zusammenspiel. So fanden sich die Konzertbesucher zunächst in das leichtherzige "Cosi fan tute" versetzt, nachdem zuvor Daniel Möllemann kenntnisreich und humorvoll diese verzwickte Geschichte von zwei eifersüchtig liebenden Paaren zum Besten gab. "So machen es alle", und nicht viel anders in "Die Hochzeit des Figaro", "Don Giovanni" und "Die Zauberflöte". Aus diesen Opern die schönsten Arien und Duette mit großem Verständnis perfekt vorgetragen zu hören, war ein reiner Genuss! Kristin Besier sang schelmisch die Arien der Despina, der Susanna, der Zerlina und am Ende tragisch angehaucht der Pamina aus der Zauberflöte. Bernhard Sommer die des Guglielmo und des Figaro mit Eleganz und männlichem Timbre. Glanzstücke boten die Sänger mit ihren Duetten. Sie würzten ihre Auftritte mit eindrucksvoller Mimik, glaubhaft zu ihren Rollen, besonders eindrucksvoll Sommers Leporello und sein Papageno. Für lang anhaltenden Beifall und viele Blumen bedankten sich die Sänger mit dem Duett "Reich mir die Hand, mein Leben" und konnten bei einem von den Kirchenältesten gegebenen kleinen Empfang den Dank der Gemeinde, der Organistin Ursula Trede-Boettcher und der begeisterten Konzertbesucher entgegennehmen.. - Auch bei den Künstlern dieses Abends kommt Kunst von "Können", haben doch alle vier eine profunde Ausbildung in Instrumentalmusik und Gesang. Für die Feudenheimerin Kristin Besier war die Musik immer ein Teil ihres Lebens. Sie spielte seit ihrem fünften Lebensjahr Flöte, ab sieben Jahren Klavier und ist auf regionaler und Landesebene Preisträgerin von "Jugend musiziert" in der Solowertung Gesang, worin sie seit 1996 ausgebildet wurde. Bernhard Sommer erlernte die Instrumente Klavier, Trompete und Orgel und schloss die Ausbildung zum Kirchenmusiker mit dem C-Examen ab, während der er auch seine Gesangsausbildung erhielt. Beide bereiten sich als Referendare für den Schuldienst an Mannheimer Gymnasien vor. Michael Schmich machte den Abschluß als Diplom-Mathematiker mit Nebenfach Chemie und arbeitet an seiner Promotion; er wirkt seit Jahren mit Kristin Besier in verschiedenen Gottesdiensten und Konzerten zusammen. - Daniel Möllemann, profund gebildeter Moderator des Abends, studierte Musik mit den Schwerpunkten Klavier, Gesang und Musikwissenschaften. Er widmet sich neben ernster Musik der Unterhaltung im "Trio-Furioso"-Kabarett.
Lydia Grabenkamp
Nächste musikalische Veranstaltung in der Epiphanias-Kirche Sonntag, 13. April 2008 um 20 Uhr Konzert für Orgel und Violoncello Prof.Wolfgang Boettcher (Violoncello) (ehem. 1. Solocellist der Berliner Philharmoniker) Ursula Trede-Boettcher (Orgel)