Gedadschde Lewwerkneddel in de Narrebloos-Supp!
Narrenschar von St. Peter & Paul servierte heißes Menu
 

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Feidenes Frauen präsentieren das Menu  
 
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(gra) Es war angerichtet! Präsident Thomas Frank vertauschte die Narrenkappe mit hoher weißer Kochmütze und machte Appetit auf Stunden ungetrübter Fröhlichkeit nach dem 2008er Motto der Narrebloos Feudenheim: " Narretei und Humor gut umgerührt, wird heut' als Fasnachtskost serviert". So eine gute Mahlzeit genossen Hunderte im dreimal ausverkauften Saal der Feudenheimer Kulturhalle. Da kommen alljährlich Stammgäste von Nah und Fern. Sie wissen, diese Fasnachtssitzungen werden mit Pep und gutem Geschmack serviert, und in einigen Feudenheimer Familien reicht man das Narrenzepter schon in der dritten Generation weiter. Protokollerin Stefanie Frank ist so ein "Urenkelkind der Bas' Kathrine" und damit der Narrebloos. Sie hielt einen Rundblick auf die Weltereignisse von Moskau bis München und landete in Feudenheim, wo mit dem Benzinpreis moderner Straßenraub betrieben wird und man Briefmarken im Quelleshop kaufen muss. Ähnlich kritisch-witzig sangen und agierten die Damen der FeudenheimerFraueFasnacht, die ihre beliebte Eigensitzung wegen Wasserschaden im Prinz Max nicht abhalten konnten. Diese Gefolgschaft von Irmi Benz bereicherte den Abend ungemein mit ihren fantasievollen, äußerst attraktiven Kostümen als "Junges Gemüse" und im graziös-gelenkigen Jazztanz (Trainerin Miriam Frank). Ebenso gelenkig zeigten sich die "Narrebloos-Girls" (Trainerinnen Anja Dreher/Assunta Baumgarten), die Narrebloos-Teenies in niedlichen Kätzchen-Kostümen (Trainerin Claudia Donath), und die "Kids of the Narrebloos" als muntere Ballspieler voller Tempo und guter Laune (Trainerin Ilona Kourschil). Dass die jungen Männer Feudenheims durchaus Waschbrettbäuche unter Ringeljersey vorweisen könnten, verrieten die Narrebloos Buwe als sexy Matrosen (Trainerin Bettina Schorb). Fasnachtliche Pracht demonstrierte die aus Wallstadt herbeigeeilte Garde der Gowe mit dem Tanz in ihren farbenfrohen neuen Kostümen. Applaus für all diese wahren Akrobaten und großes Gelächter, als die Angriffe auf die Lachmuskeln aus der Bütt gestartet wurden. Urkomisch Günther Neugebauer als "Mann von Heute": der "einstigen Krönung des Alls, die Saurier und Seckenheimer fing - und heute die Treppen putzt". Von ähnlichen Wandlungen berichtete Thomas Frank als Silberhochzeiter; von Schwierigkeiten beim Eigenheimbau Achim Bauer; und Ausblick statt Rückblick hielten die unsäglichen Klatschreporter, die es mit den vielen Kochsendungen im Fernsehen hatten und sich outeten: "Wir können eins: essen!" Sie können aber noch mehr, herrlich persiflieren! Thomas Benz als "Latex-Domina-Pauli" war umwerfend; es sangen dazu Ingo Bauer, Michael Freund und Peter Jaspers, der auch musizierte. Schäubles "Überwachungsstaat", von ihnen karikiert, hat zwar seine Riesenohren überall, aber noch nicht "Uff de Gass", wo Sabine Wieser und Christiane Müller ihre spitzen Zungen wetzen. Und auch "Eine Frau auf Schnäppchenjagd" (Sigi Gauch) kann sich beim Klamottenkauf nicht bremsen, macht unglaubliche Umtauschaktionen und wäre eigentlich ein Fall für die Obrigkeit oder den Psychiater. So reiht sie sich ein in die Reihe all der leicht Verrückten, die sich närrisch geschmückt, schunkelnd und singend in den Sitzungen der Narrebloos bedanken bei den beiden hübschen Pagen (Miriam Frank und Lisa Rösch), die unermüdlich die Bühne aufräumten, beim Büttel Sebastian Dräxler und beim Beleuchter Dieter Haasner. Dank auch an die Besucher, das Stadtprinzenpaar Jennifer I. Und Martin I. und das Prinzenpaar aus Seckenheim, an Präsident Thomas Frank, seinen Vize Rolf Banschbach, die agilen Elferräte und eben - "die Bloos" - für viele Stunden ungetrübten Frohsinns!
Lydia Grabenkamp