„Wie soll der Rathausplatz umgestaltet werden?“  
  Planungswerkstatt im katholischen Gemeindesaal  
 
 
 
  Unverändert groß war das Interesse der Wallstadter zum Thema Umgestaltung des Rathausplatzes.
Bild: Jakobi
 
 
         
 
 
Gespannt war man schon im Vorfeld der 2. Planungswerkstatt auf die drei Entwürfe und auf die Ideen, wie man den Platz verändern und doch auch vielseitig nutzen kann.
Vorgestellt wurden die Entwürfe von Sandra Pianezzola, Görtz + Fritz Architekten, Nadine Hayd agence ter Landschaftsarchitekten, und Stefan Bitter Adler + Olesch, Landschaftsarchitekten.
Begrüßen konnte Moderator Joachim Fahrwald den Fachbereichsleiter Städtebau, Klaus Elliger, Birgit Steinmaßl, sowie Mitarbeiter aus dem Fachbereich.
Gekommen waren wieder viele Interessierte Wallstädter Bürgerinnen und Bürger, die Vertreter des Bezirksbeirates und Ihre Sprecher, Dr. Claudia Schöning-Kalender (SPD), Rüdiger Löb (CDU), Dr. Thomas Gutschlag (FDP), Stadtrat Peter Pfanz-Sponagel(CDU), Hartmut Walz (BdS), Manuela Müller (MSC), Hartwig Trinkaus (VoBa Seckenheim), Bürgerdienstleiterin Patricia Munterde und Geschäftsleute aus dem Sanierungsgebiet rund um den Rathausplatz.
Wie sich die Wallstadter ihren „neuen“ Platz im Herzen des Stadtteils wünschen, wurde bei der 1. Planungswerkstatt festgehalten. Es soll ein Platz für viele Anlässe sein, kurze Wege zum Einkaufen bieten und der Ortsmittelpunkt bleiben. Wichtig war dann auch, dass eine Infrastruktur geschaffen wird, die auch weiterhin garantiert, dass hier Feste oder kulturelle Veranstaltungen gefeiert werden können. Also sollten Anschlüsse für Strom und Wasser eingeplant werden. Wünsche gab es noch viele, man war gespannt auf die Präsentation der drei Entwürfe, die ohne genaue Maße oder Kostenvorgabe, erstellt wurden. Es galt einzig „Platz“ zu schaffen und dann alles ins rechte Licht zu rücken. Bei allen drei Entwürfen spielt das Lichtkonzept eine große Rolle.
Im ersten Entwurf (Görtz + Fritz) wurde ganz auf Straßenlaternen verzichtet, dafür gab es Lichtbänke und auch für die umstehenden Häuser und das Rathaus wurde ein Farbkonzept entwickelt. Die Parkplätze spielen hier, wie übrigens bei allen Konzepten, keine oder eine nebensächliche Rolle.
Das stellt Nadine Hayd (agence ter) auch gleich zu Beginn klar. Ihre Aufgabe sei gewesen „den Platz aufräumen – Platz schaffen“. In diesem Entwurf enthält das Rathaus eine zentralere Bedeutung, der alte Baumbestand wird durch neue Bäume ersetzt mit Sitzellipsen und einer neu konzipierten Außengastronomie in zentraler Lage.
Das jeder eine andere Herangehensweise an den Umgestaltungs-Entwurf hatte, wurde schnell klar, denn Stefan Bitter (Adler + Olesch) wollte den besonderen Charme, den dörflichen Charakter des Platzes hervorheben. Durch die Geschichte des Platzes und damit auch die Geschichte des Stadtteils habe er sich inspirieren lassen und sei mit Kollegen einige Mal hier gewesen um alles aus verschiedenen Perspektiven auf sich einwirken lassen. In diesem Entwurf werden entlang der Häuserfront Bäume gepflanzt, unter ihnen stehen Bänke, auf der Seite entsteht eine Bühne, ein kleiner Brunnen vor der Volksbank komplettiert schon fast diesen Entwurf. Reizvoll waren sie alle, doch die Umsetzung der Entwürfe scheint Klaus Elliger, FB Städtebau, nicht ohne kleinere und größere Änderungen zu sehen.
Eins ist aber klar, die Parkplatzsituation auf dem Platz selbst wird sich ändern. Verbunden mit den Landesfördermittel ist die Bedingung geknüpft, dass es künftig keine Parkplätze mehr gibt. Für viele Wallstädter aber ist dies nicht angebracht. Hartmut Walz brachte es auf den Punkt „Wenn wir auf die Parkplätze verzichten müssen, dann sollten wir auf die Fördermittel verzichten und den Platz halt mit den geringeren Mittel aufpolieren“.

Nun werden sich die Bezirksbeiräte mit den Plänen und der Parkplatzsituation auseinander setzten müssen. Die Ergebnisse werden auf der 3. Planwerkstatt vorgestellt werden. Termin stand noch nicht fest, wird aber rechtzeitig mitgeteilt.

Obi