Tatortbesichtung im Wallstadter Trausaal  
  Mörderisch gute Rathausmatinee  
 
 
 
  Sie sind alle keine „Erst-Täter“ Dr. Frank Mentrup, MdL, Walter Landin, Elvira Jakobi und Ralf Eisenhauer.

Foto B. Birkhahn
 
 
         
 
 
Ohne Blaulicht und Martinshorn war der ermittelnde Beamte, Dr. Frank Mentrup, ins Wallstadter Rathaus gekommen. Im Outfit an den originell gekleidet ermittelnden Krimihelden „Inspektor Colombo“ erinnernd: „Ich habe mir extra mein zerknautschtes Sakko angezogen“, begann Dr. Mentrup sogleich mit den Ermittlungen im Trausaal.
Zu den üblichen Verdächtigen gehörten an diesem Morgen nicht nur Mannheims ehemalige Sozial-Bürgermeisterin, Mechthild Fürst-Diery und ihr Mann. Die Stadträtinnen Evelyne Gottselig und Dorothea Beetz hatten sich ebenso wie IWV Vorsitzende Ingrid Renner und die Vertreter des Wallstadter Bezirksbeirates, Rüdiger Löb (CDU) und Dr. Claudia Schöning-Kalender (SPD), doch stark verdächtig gemacht.
Scheinbar unbeteiligte Zuschauer wie Heinrich und Emma Müller, Marlis Nagel oder Marianne Rohde, aber auch die Vertreter aus den Reihen der Fasnachtsvereine wie die ehemalige Stadtprinzessin Tanja Disch (Fröhlich Pfalz), Wolfgang Wernet (Ex-Prinzen) Hans-Georg Schubert (Lallehaag) Otmar Lenhardt (Gowe) und Manfred Bachthaler (Fröhlich Pfalz) oder die neutralen Beobachter Gerald Kleiner (Neckarstadt), August Mehl und Bernhard Höllriegel (Schönau) zeigten sich wenig überrascht vom großen Andrang der geladenen und nicht geladenen Zeugen.
Nicht der „Mord im Quadrat“ sondern eher das „Mannheimer Karussell“ mit dem Tatverdächtigen Herbert Baumer, der in Wallstadt wohnt, waren der Mittelpunkt in Walter Landins „Tatortbericht“. Der Feudenheimer Erfolgsautor konnte alle von der ersten Minute an in seinen Bann ziehen und gab detailliert Beschreibungen des Verbrechens wieder.
Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete Dr. Mentrup noch eine Beschreibung der drei Tatverdächtigen, Walter Landin, Ralf Eisenhauser und Elvira Jakobi, weitergegeben. Und so konnte Stadtrat Ralf Eisenhauser dann auch ganz locker mit seiner musikalischen Täterbeschreibung alla Reinhard Mey „Der Mörder ist immer der Gärtner“ oder „Nun erzählen Sie mal, wie das alles begann“ das Publikum begeistern. Viele der Anwesenden gehören zu den sogenannten Wiederholungstätern und waren daher auch nicht überrascht, sich selbst oder Menschen, die sie kennen auf den Tatortfotos wieder zu erkennen.
Doch auch bekannte Zeitgenossen wie Joy Fleming, Udo Lindenberg oder Ralf Stahlhofen kann man begutachten. Besondere Ein- und Ausblicke gewährt uns Elvira Jakobi bei Ihren Bildern aus Wallstadt, Mannheim oder Berlin.
Begutachten kann man die Fotos im Trausaal bis Ende Juni.
Ein spannender Morgen, der mit sportlicher Betätigung begonnen hatte, denn die beiden „verantwortlichen“ Ermittlerinnen vor Ort, Manuela Müller und Patricia Munterde, mussten noch die Tür zum Trausaal aushängen lassen und vom Raum der Begegnung einige Stühle herauftragen lassen, damit man doch noch einige Plätze mehr hatte.
Strahlende Gesichter gab es am Ende des „mörderisch“ guten Vormittags, denn alle Täter, Walter Landin, Ralf Eisenhauer, Dr. Frank Mentrup und Elvira Jakobi, werden, und das ist nicht verwunderlich, bestimmt bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder ihren „kriminellen“ Tätigkeiten nachgehen und den „Tatort“ Wallstadt nicht so schnell vergessen.

obi